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Kylian Mbappé: So hoch ist das Vermögen 2026

Aktualisiert am 28.7.2026230 bis 275 Mio. €

Kylian Mbappé ist nicht nur einer der besten Fußballer der Welt, er ist auch einer der bestbezahlten. Vom Durchbruch bei der AS Monaco über die Rekordjahre bei Paris Saint-Germain bis zum ablösefreien Wechsel zu Real Madrid ist sein Gehalt kontinuierlich gestiegen, dazu kommen ein enormes Handgeld, ein aufsehenerregender Rechtsstreit um Nachzahlungen und ein umfangreiches Werbeportfolio. Wir haben die verfügbaren Zahlen zusammengetragen und über seine bisherige Karriere hochgerechnet.

Vom Talent aus Monaco zum Weltstar

Mbappé wurde 1998 in Paris geboren und gab sein Profidebüt bei der AS Monaco, wo er in der Saison 2016/17 seinen Durchbruch feierte. 2017 wechselte er, zunächst auf Leihbasis, zu Paris Saint-Germain, wo der Transfer im Folgejahr fest gemacht wurde. Sieben Jahre lang war er dort Aushängeschild und Rekordtorschütze, ehe er im Sommer 2024 ablösefrei zu Real Madrid wechselte, wo sein Vertrag bis zum 30. Juni 2029 läuft.

Die Gehaltsentwicklung über die Jahre

Öffentlich zugängliche Gehalts-Datenbanken wie AiScore, die Vereinsgehälter aus Medienberichten zusammentragen, zeichnen folgendes Bild der Bruttogehälter (keine offiziellen Zahlen, sondern Schätzungen):

Zeitraum Verein geschätztes Bruttogehalt pro Jahr
2015/16 – 2016/17 AS Monaco rund 1,1 Mio. Euro
2017/18 Paris Saint-Germain rund 17,7 Mio. Euro
2018/19 Paris Saint-Germain rund 18,6 Mio. Euro
2019/20 – 2020/21 Paris Saint-Germain rund 32 Mio. Euro
2021/22 – 2023/24 Paris Saint-Germain rund 72 Mio. Euro (nach Vertragsverlängerung 2022, inkl. anteiliger Prämien)
2024/25 – 2025/26 Real Madrid rund 31,25 Mio. Euro Fixgehalt zzgl. rund 30 Mio. Euro anteiligem Handgeld

Rechnet man allein diese Vereinsgehälter der elf Spielzeiten von 2015/16 bis 2025/26 zusammen, kommt eine Summe von grob 440 Millionen Euro brutto zustande, ganz ohne Werbeeinnahmen. Wichtig dabei: Es handelt sich um Schätzungen aus Medienberichten und Gehalts-Datenbanken, nicht um von den Klubs veröffentlichte Zahlen, und die tatsächlich ausgezahlten Beträge wichen zumindest zeitweise davon ab, wie der folgende Rechtsstreit zeigt.

Der PSG-Rechtsstreit: rund 61 Millionen Euro Nachzahlung

Ein zentraler Baustein von Mbappés Einkommen der letzten Jahre war gar kein freiwillig gezahltes Gehalt, sondern das Ergebnis eines eineinhalbjährigen Rechtsstreits. Nach seinem Wechsel zu Real Madrid 2024 warf Mbappé PSG vor, ihm rund 55 Millionen Euro vorzuenthalten: das letzte Drittel einer Unterschriftsprämie aus seiner Vertragsverlängerung 2022 (rund 36,7 Mio. Euro) sowie Gehalt und einen “Ethikbonus” für die Monate April bis Juni 2024 (rund 18,75 Mio. Euro). PSG berief sich auf eine angebliche mündliche Abmachung, wonach Mbappé im Gegenzug für einen ablösefreien Wechsel auf diese Zahlungen verzichtet habe. Nachdem zunächst die Liga-Kommission LFP und im Dezember 2025 auch das Pariser Arbeitsgericht zugunsten Mbappés entschieden, akzeptierte PSG im Februar 2026 das Urteil, verzichtete auf eine Berufung und zahlte laut übereinstimmenden Berichten von Sky Sport, Tagesspiegel und ZDF rund 61 Millionen Euro nach.

Das Handgeld bei Real Madrid

Da Real Madrid für Mbappé keine Ablösesumme zahlen musste, floss ein erheblicher Teil der eingesparten Summe direkt an den Spieler. Nach übereinstimmenden Berichten unter anderem von Sports Illustrated Deutschland beläuft sich das Handgeld (“prima de fichaje”) aus dem 2024 unterschriebenen Vertrag auf rund 150 Millionen Euro, ausgezahlt über die fünfjährige Laufzeit bis 2029, was rechnerisch etwa 30 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zum Fixgehalt ergibt. Zusammen mit dem Grundgehalt von rund 31,25 Millionen Euro kommt Mbappé damit laut mehreren Medien auf mindestens 61 Millionen Euro Jahreseinkommen allein vom Verein.

Werbeeinnahmen: Nike, Dior und die Bildrechte-Klausel

Neben dem Vereinsgehalt ist Mbappé eine der gefragtesten Werbefiguren im Weltfußball. Sein Ausrüstervertrag mit Nike soll laut mehreren Quellen rund 14 Millionen Euro pro Jahr einbringen, der Vertrag läuft nach übereinstimmenden Berichten im Juli 2026 aus, Adidas und Under Armour sollen bereits um eine Anschlusspartnerschaft konkurrieren. Hinzu kommen langjährige Partnerschaften mit dem Uhrenhersteller Hublot (seit 2018), der Sonnenbrillenmarke Oakley (seit 2022), dem Modehaus Dior sowie Auftritte für EA Sports und den Hotelkonzern Accor. Je nach Quelle werden die gesamten jährlichen Werbeeinnahmen auf rund 18 bis 20 Millionen Euro (deutschsprachige Quellen, Bezug teils auf das Jahr 2023) bis hin zu umgerechnet 30 bis 40 Millionen US-Dollar (neuere, englischsprachige Schätzungen für 2026) beziffert, offizielle Zahlen gibt es auch hier nicht.

Verstärkt wird dieser Effekt durch eine ungewöhnliche Klausel in seinem Real-Madrid-Vertrag: Während Klubspieler in Spanien einen Teil ihrer Bildrechte üblicherweise an den Verein abtreten, soll Mbappé laut mehreren Medien, darunter die spanische Sportzeitung AS, rund 80 Prozent der Rechte an der eigenen Vermarktung behalten haben, Real Madrid nur 20 Prozent. Das dürfte seine Verhandlungsposition gegenüber Sponsoren zusätzlich stärken.

Auch als Marke abseits klassischer Werbeverträge ist Mbappé aktiv: Über seine Investmentgesellschaft Coalition Capital hält er unter anderem eine Mehrheitsbeteiligung am französischen Zweitligisten SM Caen (seit 2024), außerdem Anteile an der Fantasy-Football-Plattform Sorare und dem Gesundheits-Start-up Alan. 2025 kam mit Zebra Valley ein eigenes Medien- und Content-Unternehmen hinzu.

Warum das Vermögen deutlich niedriger ist als die Summe der Gehälter

Addiert man Vereinsgehälter, Handgeld und Werbeeinnahmen der vergangenen elf Jahre, kommt eine Bruttosumme von grob 550 bis 650 Millionen Euro zustande, je nachdem, wie hoch man die frühen, noch geringeren Werbeeinnahmen der Monaco- und frühen PSG-Jahre ansetzt. Das aktuell von Forbes und mehreren weiteren Quellen genannte Gesamtvermögen liegt jedoch bei etwa 230 bis 275 Millionen Euro, also deutlich unter der Hälfte dieser Bruttosumme. Der Unterschied lässt sich vor allem mit drei Faktoren erklären: Erstens werden in Frankreich und Spanien auf Einkommen dieser Größenordnung sehr hohe Spitzensteuersätze fällig, üblicherweise wird hier ein Bereich von deutlich über 40 Prozent genannt. Zweitens fließt ein Teil der Einnahmen an Berater und Management, bei Mbappé insbesondere an seine Mutter Fayza Lamari, die als seine Beraterin auch die Vertragsverhandlungen führt. Drittens fließt ein Teil des Vermögens in Ausgaben und Investitionen, etwa Immobilien in Paris und Madrid oder die genannten Unternehmensbeteiligungen, die zwar Vermögenswerte darstellen, aber eben nicht als liquides Kapital zu Buche schlagen.

Kylian Mbappés Vermögen 2026: Eine Einordnung

Forbes führte Mbappé auf seiner Liste der bestbezahlten Athleten 2026 (Erhebungszeitraum Mai 2025 bis Mai 2026) mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 95 Millionen US-Dollar auf Rang 12 weltweit, ein Wert, der Gehalt, Handgeld und Werbeeinnahmen zusammenfasst. Sein geschätztes Gesamtvermögen wird von Forbes und mehreren weiteren Quellen unabhängig voneinander bei rund 230 bis 275 Millionen Euro (etwa 250 Millionen US-Dollar) verortet. Damit liegt Mbappé zwar klar hinter etablierten Milliardären wie Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi, gilt aber, gemessen am Alter, als einer der am schnellsten wachsenden Vermögen im Weltfußball.

Fazit

Kylian Mbappés Einkommen speist sich heute aus mehreren, teils außergewöhnlich hoch dotierten Quellen: einem Fixgehalt im zweistelligen Millionenbereich, einem über Jahre gestreckten Handgeld von rund 150 Millionen Euro, einer für Fußballer ungewöhnlich vorteilhaften Bildrechte-Klausel, einem breiten Werbeportfolio sowie eigenen Unternehmensbeteiligungen. Der eineinhalbjährige Rechtsstreit mit PSG um rund 61 Millionen Euro zeigt zudem, in welchen Dimensionen selbst einzelne offene Posten bei einem Spieler dieser Kategorie liegen können. Dass sein geschätztes Gesamtvermögen trotzdem deutlich unter der Summe seiner Bruttoeinnahmen liegt, ist dabei weniger überraschend als es zunächst klingt, sondern vor allem eine Folge von Steuern, Beraterhonoraren und Investitionen.


Quellen

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